WTA - Merkblätter
Die WTA-Merkblätter präsentieren den aktuellen Stand der Technik und dessen Umsetzung in der Praxis. Sie werden von Arbeitsgruppen innerhalb der WTA International erarbeitet. Alle interessierten Fachleute sind eingeladen, in diesen Arbeitsgruppen mitzuwirken. Die WTA achtet bei der Etablierung von Arbeitsgruppen auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wissenschaft und Praxis.
Die von den Arbeitsgruppen erarbeiteten Merkblätter werden zunächst als Entwurf auf der Homepage der WTA International sowie auf derjenigen des Fraunhofer IRB-Verlags zum kostenlosen Herunterladen veröffentlicht. Zum Entwurf kann während einer sechsmonatigen Frist mit Hilfe eines Formulars bei der Geschäftsstelle der WTA International Einspruch erhoben werden. Die endgültige Publikation erfolgt erst nach Bearbeitung aller Einwendungen. Die WTA-Merkblätter werden alle fünf Jahre auf ihre Aktualität überprüft. Entspricht ein Merkblatt nicht mehr dem Stand der Technik, so wird es inhaltlich überarbeitet oder zurückgezogen.
Zurzeit liegen folgende WTA-Merkblätter im Entwurf vor:
Entwurf E-6-23 Ausgabe: 04.2026/D "Radon im Gebäudebestand"
Kurzfassung
Die Radonkonzentration in der Raumluft gilt nach dem Rauchen als zweitwichtigster Risikofaktor für die Auslösung von Lungenkrebserkrankungen. Der Radoneintritt in Gebäude und die sich daraus ergebende Radonkonzentration in der Raumluft von Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen sind laut WHO (World Health Organisation) weltweit ein bislang zu wenig beachteter Sachverhalt.
Im Neubau wird mit der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln Technik zum Feuchteschutz davon ausgegangen, dass in nahezu allen Anwendungsfällen ein wirksamer Radonschutz erreicht wird. Die vielfältigen baulichen Gegebenheiten im Gebäudebestand und die hier zu erwartende erhöhte Radonbelastung erfordern eine auf das jeweilige Gebäude abgestimmte Herangehensweise zum Radonschutz. Die Untersuchungen und Maßnahmen zur Reduzierung der Radonbelastung, die dazu notwendig sind, sind Gegenstand und Inhalt dieses Merkblattes.
Das Merkblatt gliedert sich in einen Grundlagenteil und in einen fortzuschreibenden Teil nationaler Anhänge, die unter Beteiligung von Angehörigen der anderen EU- Staaten erweitert und ergänzt werden sollen.
Einspruchsfrist: 31.10.2026
Entwurf E-8-4 Ausgabe: 09.2025/D "Fachwerkinstandsetzung nach WTA IV: Außenbekleidungen"
Überarbeitung des Merkblattes 8-4 Ausgabe: 04.2015/D
Kurzfassung
Das WTA-Merkblatt 8-4 »Fachwerkinstandsetzung nach WTA IV: Außenbekleidungen« ergänzt insbesondere das WTA-Merkblatt 8-1 »Fachwerkinstandsetzung nach WTA I: Bauphysikalische Anforderungen an Fachwerkgebäude« im wichtigen Bereich des Witterungsschutzes von Fachwerkaußenwänden. Für eine Gesamtbeurteilung sind in jedem Fall die weiteren WTA-Merkblätter hinzuzuziehen. Neben dem Schutz des Fachwerkgebäudes und seiner Bewohner vor klimatischen Einflüssen werden an die Außenwand zunehmend ergänzende Anforderungen gestellt.
Hierzu zählen Anforderungen des Gesetzgebers an die Energieeinsparung (über das Gebäudeenergiegesetz) oder des Nutzers an die Behaglichkeit. Auch ergibt sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Standort, vom Ausfachungsmaterial und von der Nutzungsart die Notwendigkeit eines Schlagregenschutzes sowie einer nachträglichen bzw. zusätzlichen Dämmung der Außenwand. Dieses Merkblatt gibt Hinweise für zu verwendende Bekleidungen ohne bzw. mit einer möglichen Dämmung nach dem aktuellen Stand von Forschung und Praxis. Auf die Erfordernisse eines zusätzlichen Witterungsschutzes bei einer erhöhten Schlagregenbelastung wird hingewiesen. Eingehend werden die zur Verfügung stehenden Systeme mit den Hinweisen zu Kennwerten, Dämmeigenschaften, konstruktiven Erfordernissen und möglichen Problempunkten bei der Anwendung dargelegt. Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Anwendung werden benannt. Häufige Fehlerquellen, die bei Planung und Durchführung von Außenbekleidungen unbedingt zu vermeiden sind, werden anschließend angeführt. Ausgewählte Literaturangaben verweisen auf Möglichkeiten zusätzlicher Informationen.
Einspruchsfrist: 31.03.2026
Download nicht mehr verfügbar. Einspruchsfrist ist abgelaufen.
Entwurf E-8-14 Ausgabe: 06.2025/D "Ertüchtigung von Holzbalkendecken nach WTA II: Balkenköpfe in Außenwänden"
Überarbeitung des Merkblattes 8-14 Ausgabe: 09.2014/D
Kurzfassung
Bis in die 1950er Jahre hinein wurden Gebäude oft mit Holzbalkendecken erbaut. Die Balkenköpfe dieser Decken liegen in Außenwänden auf, wo sie durch Schlagregen, Undichtigkeiten oder Tauwasser einer hohen Feuchtebelastung ausgesetzt sein können.
Heute übliche, nachträgliche Wärmedämmung von Bestandsgebäuden führt zu neuen Anforderungen an Holzbalkenköpfe und Risiken durch Feuchteschäden. Dieses Merkblatt gibt eine Hilfestellung bei der bauphysikalischen Beurteilung und Planung.
Einspruchsfrist: 31.12.2025
Download nicht mehr verfügbar. Einspruchsfrist ist abgelaufen.