WTA - Merkblätter
Die WTA-Merkblätter präsentieren den aktuellen Stand der Technik und dessen Umsetzung in der Praxis. Sie werden von Arbeitsgruppen innerhalb der WTA International erarbeitet. Alle interessierten Fachleute sind eingeladen, in diesen Arbeitsgruppen mitzuwirken. Die WTA achtet bei der Etablierung von Arbeitsgruppen auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wissenschaft und Praxis.
Die von den Arbeitsgruppen erarbeiteten Merkblätter werden zunächst als Entwurf auf der Homepage der WTA International sowie auf derjenigen des Fraunhofer IRB-Verlags zum kostenlosen Herunterladen veröffentlicht. Zum Entwurf kann während einer sechsmonatigen Frist mit Hilfe eines Formulars bei der Geschäftsstelle der WTA International Einspruch erhoben werden. Die endgültige Publikation erfolgt erst nach Bearbeitung aller Einwendungen. Die WTA-Merkblätter werden alle fünf Jahre auf ihre Aktualität überprüft. Entspricht ein Merkblatt nicht mehr dem Stand der Technik, so wird es inhaltlich überarbeitet oder zurückgezogen.
Zurzeit liegen folgende WTA-Merkblätter im Entwurf vor:
Entwurf E-3-20 Ausgabe: 04.2024/D "Instandsetzung von historischem Ziegelmauerwerk"
Kurzfassung
Das Merkblatt beschreibt die Vorgehensweise für die sachgerechte Konservierung und Restaurierung von historischem Ziegelmauerwerk. Über die Unterschiede in Rohstoffzusammensetzung, Aufbereitungs-, Formgebungs- und Brennverfahren wird die große Streubreite in Struktur und Farbgebung sowie in den technischen Eigenschaften historischer Ziegel erklärt. An diesen Varianzen sowie den entsprechenden Kennwertbereichen der historischen bzw. späteren Mauer- und Fugenmörtel muss sich die Planung einer qualitativ brauchbaren Instandsetzung im Hinblick auf die Auswahl geeigneter Restaurierungsstoffe orientieren. Zur Gewährleistung der Materialkompatibilität werden Toleranzen zwischen den Materialeigenschaften von Ziegel- und Mörtelbestand und den entsprechenden Austauschmaterialien angegeben. Ein Ablaufschema, in dem alle notwendigen Schritte chronologisch aufgeführt sind, wird ergänzt durch eine Benennung wesentlicher Materialkennwerte, methodische Beschreibungen zur Erfassung von Verwitterungszustand und Schadensursachen sowie durch eine Aufstellung unterschiedlicher Konservierungsschritte. Qualitätssichernde Kriterien werden aufgeführt und Möglichkeiten zu deren Umsetzung schematisch gegliedert beschrieben.
Einspruchsfrist: 30.09.2024
Download nicht mehr verfügbar. Einspruchsfrist ist abgelaufen.
Entwurf E-6-9 Ausgabe: 12.2024/D "Luftdichtheit im Bestand, Teil 1: Grundlagen der Planung"
Überarbeitung des Merkblattes 6-9 Ausgabe: 2015/D
Kurzfassung
Die WTA-Merkblattreihe greift zusammenhängend die Thematik der Luftdichtheit im Gebäudebestand auf. Es richtet sich an die am Bau beteiligten Planer und Ausführenden sowie an Qualitätssicherer.
Im vorliegenden Teil 1 wird das Anforderungsniveau an die Luftdichtheit von Bestandsgebäuden oder Bauteilen definiert. Außerdem werden grundlegende Planungsregeln formuliert.
Teil 2 (WTA-Merkblatt 6-10) enthält Informationen zu Planungsdetails, Fehlerquellen, Ausführungsmöglichkeiten sowie zur baubegleitenden Überprüfung der erreichten Qualität.
Teil 3 (WTA-Merkblatt 6-11) enthält Hinweise zur Durchführung der Luftdichtheitsmessung an Bestandsgebäuden mit Beschreibungen zu Messzeitpunkten und Gebäudepräparation.
Einspruchsfrist: 30.06.2025
Download nicht mehr verfügbar. Einspruchsfrist ist abgelaufen.
Entwurf E-6-10 Ausgabe: 01.2025/D "Luftdichtheit im Bestand, Teil 2: Detailplanung und Ausführung"
Überarbeitung des Merkblattes 6-10 Ausgabe: 11.2015/D
Kurzfassung
Die WTA-Merkblattreihe greift zusammenhängend die Thematik der Luftdichtheit im Gebäudebestand auf. Es richtet sich an die am Bau beteiligten Planer und Ausführenden sowie an Qualitätssicherer.
Der vorliegenden Teil 2 enthält Informationen zu Planungsdetails, Problemdarstellungen, Ausführungsmöglichkeiten sowie zur baubegleitenden Überprüfung der erreichten Qualität.
Im Teil 1 (WTA-Merkblatt 6-9) wird das Anforderungsniveau an die Luftdichtheit von Bestandsgebäuden oder Bauteilen definiert. Außerdem werden grundlegende Planungsregeln formuliert.
Teil 3 (WTA-Merkblatt 6-11) enthält Hinweise zur Durchführung der Luftdichtheitsmessung an Bestandsgebäuden mit Beschreibungen zu Messzeitpunkten und Gebäudepräparation.
Einspruchsfrist: 31.07.2025
Download nicht mehr verfügbar. Einspruchsfrist ist abgelaufen.
Entwurf E-6-11 Ausgabe: 02.2025/D "Luftdichtheit im Bestand, Teil 3: Messung der Luftdichtheit"
Überarbeitung des Merkblattes 6-11 Ausgabe: 11.2015/D
Kurzfassung
Die WTA-Merkblattreihe greift zusammenhängend die Thematik der Luftdichtheit im Gebäudebestand auf. Es richtet sich an die am Bau beteiligten Planer und Ausführenden sowie an Qualitätssicherer.
Im vorliegenden Teil 3 werden Hinweise zur Durchführung der Luftdichtheitsmessung an Bestandsgebäuden mit Beschreibungen zu Messzeitpunkten und Gebäudepräparation gegeben.
Im Teil 1 (WTA-Merkblatt 6-9) wird das Anforderungsniveau an die Luftdichtheit von Bestandsgebäuden oder Bauteilen definiert. Außerdem werden grundlegende Planungsregeln formuliert.
Teil 2 (WTA-Merkblatt 6-10) enthält Informationen zu Planungsdetails, Fehlerquellen, Ausführungsmöglichkeiten sowie zur baubegleitenden Überprüfung der erreichten Qualität.
Einspruchsfrist: 31.08.2025
Download nicht mehr verfügbar. Einspruchsfrist ist abgelaufen.
Entwurf E-8-4 Ausgabe: 09.2025/D "Fachwerkinstandsetzung nach WTA IV: Außenbekleidungen"
Überarbeitung des Merkblattes 8-4 Ausgabe: 04.2015/D
Kurzfassung
Das WTA-Merkblatt 8-4 »Fachwerkinstandsetzung nach WTA IV: Außenbekleidungen« ergänzt insbesondere das WTA-Merkblatt 8-1 »Fachwerkinstandsetzung nach WTA I: Bauphysikalische Anforderungen an Fachwerkgebäude« im wichtigen Bereich des Witterungsschutzes von Fachwerkaußenwänden. Für eine Gesamtbeurteilung sind in jedem Fall die weiteren WTA-Merkblätter hinzuzuziehen. Neben dem Schutz des Fachwerkgebäudes und seiner Bewohner vor klimatischen Einflüssen werden an die Außenwand zunehmend ergänzende Anforderungen gestellt.
Hierzu zählen Anforderungen des Gesetzgebers an die Energieeinsparung (über das Gebäudeenergiegesetz) oder des Nutzers an die Behaglichkeit. Auch ergibt sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Standort, vom Ausfachungsmaterial und von der Nutzungsart die Notwendigkeit eines Schlagregenschutzes sowie einer nachträglichen bzw. zusätzlichen Dämmung der Außenwand. Dieses Merkblatt gibt Hinweise für zu verwendende Bekleidungen ohne bzw. mit einer möglichen Dämmung nach dem aktuellen Stand von Forschung und Praxis. Auf die Erfordernisse eines zusätzlichen Witterungsschutzes bei einer erhöhten Schlagregenbelastung wird hingewiesen. Eingehend werden die zur Verfügung stehenden Systeme mit den Hinweisen zu Kennwerten, Dämmeigenschaften, konstruktiven Erfordernissen und möglichen Problempunkten bei der Anwendung dargelegt. Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Anwendung werden benannt. Häufige Fehlerquellen, die bei Planung und Durchführung von Außenbekleidungen unbedingt zu vermeiden sind, werden anschließend angeführt. Ausgewählte Literaturangaben verweisen auf Möglichkeiten zusätzlicher Informationen.
Einspruchsfrist: 31.03.2026
Entwurf E-8-14 Ausgabe: 06.2025/D "Ertüchtigung von Holzbalkendecken nach WTA II: Balkenköpfe in Außenwänden"
Überarbeitung des Merkblattes 8-14 Ausgabe: 09.2014/D
Kurzfassung
Bis in die 1950er Jahre hinein wurden Gebäude oft mit Holzbalkendecken erbaut. Die Balkenköpfe dieser Decken liegen in Außenwänden auf, wo sie durch Schlagregen, Undichtigkeiten oder Tauwasser einer hohen Feuchtebelastung ausgesetzt sein können.
Heute übliche, nachträgliche Wärmedämmung von Bestandsgebäuden führt zu neuen Anforderungen an Holzbalkenköpfe und Risiken durch Feuchteschäden. Dieses Merkblatt gibt eine Hilfestellung bei der bauphysikalischen Beurteilung und Planung.
Einspruchsfrist: 31.12.2025
Entwurf E-11-4 Ausgabe: 09.2025/D "Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen nach WTA IV: Sonderbauten"
Kurzfassung
Sonderbauten sind aufgrund ihrer Geometrie sowie der Nutzungsart bzgl. des Brandschutzes nicht mit einem sog. Standardgebäude (übliches Wohn- oder Bürogebäude) vergleichbar. Daher können diese Sonderbauten i. d. R. nicht umfänglich nach der jeweiligen Landesbauordnung beurteilt werden. Dies gilt im Allgemeinen für Sonderbauten und im Speziellen für Sonderbauten im baulichen und ggf. denkmalgeschützten Bestand. Hierbei kollidieren häufig die Anforderungen nach aktueller Rechtslage, die sich für die jeweiligen Sonderbauten ergeben, mit den bestandsbedingten Gegebenheiten. Dies betrifft beispielsweise die historische Bausubstanz, bauzeitlich offene Treppenanlagen oder oftmals unzureichende Brandfrüherkennungs- und Alarmierungseinrichtungen.
Erforderliche Brandschutzbetrachtungen für Sonderbauten im Bestand und bei denkmalgeschützten Gebäuden können sehr unterschiedliche Ausgangssituationen haben: Diese können sich z. B. rein auf die Bestandssituation beschränken, um einen sicheren Weiterbetrieb zu ermöglichen, im Zusammenhang mit Modernisierungen stehen oder sich auf Umbau- und Umnutzungsvorhaben in bestehenden Gebäuden beziehen. Dementsprechend unterschiedlich können der erforderliche Betrachtungsumfang, die planerische Herangehensweise sowie eine sachgerechte Brandschutzplanung ausfallen. Die Basis bildet jedoch der Grundsatz, dass für den jeweiligen Sonderbau ein der besonderen Art oder Nutzung entsprechendes Sicherheitsniveau bzgl. des Brandschutzes erfüllt sein muss.
Die für Sonderbauten im Bestand typischen Ausgangssituationen einschließlich der sich daraus ergebenden Brandschutzplanung sowie die dabei wesentlichen Aspekte des baulichen, anlagentechnischen, organisatorischen und abwehrenden Brandschutzes werden in diesem Merkblatt beschrieben und mit ausgewählten Praxisbeispielen veranschaulicht.
Einspruchsfrist: 31.03.2026
Entwurf E-11-7 Ausgabe: 09.2025/D "Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen nach WTA VII: Klassifizierung von Bestandsbauteilen"
Kurzfassung
Aufbauend auf den bisher vorliegenden WTA-Merkblättern »Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen nach WTA« widmet sich das vorliegende Merkblatt den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, tragende und aussteifende sowie raumabschließende Bauteile im Bestand brandschutztechnisch zu klassifizieren. Dabei wird anhand der Entwicklung der maßgebenden Normen aufgezeigt, wie sich die brandschutztechnischen Anforderungen an die Bauteile seit der ersten Ausgabe von 1934 verändert haben. Vertiefend wird das an ausgewählten, in der Praxis häufig auftretenden Beispielen dargestellt und erläutert.
Darüber hinaus gibt das Merkblatt einen ausführlichen Überblick auch über alternative Methoden zur Erfassung und zum Verständnis der Brandschutzqualität von bestehenden Bauteilen.
Dieses Verständnis bildet die Grundlage dafür, in neu zu erstellenden Brandschutzkonzepten bestehende Bausubstanz zu berücksichtigen, auch wenn diese nicht den aktuellen bauordnungsrechtlichen Anforderungen entspricht, und auf diese Weise unnötigen Abbruch zu vermeiden und Baumaterialien einzusparen.
Ein weiteres wesentliches Anliegen des Merkblattes ist das notwendige, frühzeitige Zusammenwirken von Brandschutz- und Tragwerksplaner, auch im Hinblick auf die jeweiligen Verantwortlichkeiten.