Waldspirale

WTA - YPA

WTA Young Professionals Award  (YPA)

(früherer WTA-Preis)

Für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege verleiht die WTA International alljährlich anlässlich des WTA-Tages einen Preis an junge Fachleute.

Der Gewinner des WTA Young Professionals Award (WTA-YPA) erhält

  • die WTA-Trophäe,
  • das Preisgeld von 1‘000 EUR,
  • die Mitgliedschaft in der WTA für zwei Jahre sowie
  • die Kostenerstattung für die Teilnahme am WTA-Tag (Reise, Übernachtung und Teilnahmegebühr).

Für den WTA-YPA dürfen sich Bewerber aus Handwerk, Ausführung und Wissenschaft bis zum Alter von 35 Jahren anmelden. Es können Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktorarbeiten, Forschungsergebnisse, Gesellen- oder Meisterprüfungen aber auch Projektbearbeitungen usw. eingereicht werden, die zum Zeitpunkt des Anmeldeschlusses nicht älter als 15 Monate sind. Dem Preisträger wird bei der Preisverleihung die Gelegenheit gegeben, in einem persönlichen Vortrag die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit vorzustellen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Publikation eines Artikels in der Bausubstanz oder einer entsprechenden englischsprachigen Fachzeitschrift.

Kontakt

WTA-Geschäftsstelle
Dipl.-Betriebswirt (FH)
Susanne Schneider
Ingolstädter Straße 102
85276 Pfaffenhofen

Tel.: 089/57 86 97 27
Fax: 089/57 86 97 29
E-Mail

WTA-Preisträger

2022    Dominik Müller
2021    Heide Ackerbauer
2020    Danny Linke
2019    Lukas Berner
2018     Deutsches Fachwerkzentrum
              Quedlinburg e.V.
2017     Lida Barou
2016     Florian Kleiner
2015     Daniela Jaschke
2014     Christian Arnold
2013     Johanna Kraemer
2012     Els Verstrynge
2011     Annegret Hofmann
2010     Roel Hendrickx
2009     Thomas Becker
2007     Jennifer Gawlitta und
              Frederike Kroll
2006     Ralf Kilian
2005     Luc Schueremans
2004     Klaus Sedlbauer
2003     Stefan Meier
2002     Peter Onken
2001     Giovanni Martinola
2000     Filip Van Rickstal
1999     John Grunewald

Verleihung des WTA YPA 2022

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege International e.V. verleiht jährlich den WTA YPA für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Forschung und Praxis der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

Der diesjährige WTA YPA wurde

                                                    Herrn Dr.-Ing.  Dominik Müller

für seine Dissertation "Probabilistic Assessment of Existing Masonry Structures"

verliehen.

 

Zusammenfassung

Für die Nachrechnung bestehenden Mauerwerks ist ein Sicherheitskonzept erforderlich, welches die Unterschiede zur Bemessung von Neubauten aus Mauerwerk, wie die Möglichkeit der Materialprüfung, hohe Streuungen der Materialeigenschaften und ein gegebenenfalls reduziertes Zielzuverlässigkeitsniveau, berücksichtigt. Es wird daher eine Methode zur Ermittlung charakteristischer Werte, bauwerksspezifischer Teilsicherheitsbeiwerte und Nachrechnungswerte für die Druckfestigkeit von Bestandsmauerwerk entwickelt.
Hierzu wird zunächst der Einfluss einer räumlichen Streuung der Materialeigenschaften innerhalb einer Mauerwerkswand untersucht: Aufbauend auf experimentellen Untersuchungen an Ziegelmauerwerk wird ein Finite-Elemente-Modell entwickelt, das für Monte-Carlo-Simulationen zur Quantifizierung der Auswirkung räumlicher Materialstreuungen auf die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Tragfähigkeit von Mauerwerkswänden unter Druckbeanspruchung verwendet wird. Die aus kleinen Stichprobenumfängen bei der Materialprüfung resultierende statistische Unsicherheit wird mittels Verfahren der bayesschen Statistik berücksichtigt. A-priori-Verteilungen für die Stein-, Mörtel- und Mauerwerksdruckfestigkeit werden hierzu auf Grundlage einer Prüfdatenbank für bestehendes Vollziegelmauerwerk ermittelt. Die Erkenntnisse münden schließlich in eine praxisgerechte Methode zur Bestimmung von Nachrechnungswerten der Mauerwerksdruckfestigkeit, welche durch Zuverlässigkeitsanalysen validiert wird.

Verleihung des WTA-Preis 2021

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA) verleiht jährlich den WTA-Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Forschung und Praxis der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

Der diesjährige WTA-Preis wurde

                                                    Frau Dr.-Ing.  Heide Ackerbauer

für ihre Dissertation "Vorhersage feuchteinduzierter Bewuchsentwicklung auf Außenwandoberflächen"

verliehen.

 

Laudatio

Im Rahmen der technischen Entwicklung von wärmedämmenden Außenwandkonstruktionen, wie z.B. Wärmedämmverbundsysteme stand und steht bislang meist die technische Umsetzung der Standsicherheit und Wirksamkeit der wärmedämmenden Wirkung im Fokus der Untersuchungen. Die gerade bei gut wärmegedämmten Außenwandkonstruktionen und der meist systemimmanenten thermischen Entkopplung der Funktionsschichten oft zu beobachtenden, optisch unschön wahrgenommenen Algen- und Pilzerscheinungen wurden bisher eher als „naturgegeben“ hingenommen. Auch die im Wesentlichen von Herstellerseite angewendete biozide Einstellung der Materialien war und ist durch das Wirkprinzip der Auswaschung und aus Gründen des Umweltschutzes nicht nachhaltig und auch nur zeitlich begrenzt wirksam anzusehen.

In diesem Kontext ist die von Frau Dr.-Ing. Ackerbauer bearbeitete Forschungsarbeit als herausragend anzusehen, da auf diesem Themengebiet der Bauphysik erst eine übersichtliche Anzahl von Arbeiten existieren. Zudem behandeln viele Arbeiten das Thema eher phänomenologisch und mit allgemeiner gehaltenen Empfehlungen. In der Arbeit von Frau Dr.-Ing. Ackerbauer wurde der bisherige Kenntnisstand zur Problemstellung prägnant zusammenfasst und vor allem um eine nun nachvollziehbare Methodik zur numerischen Bewertung der Feuchteeinwirkung von Außenwandoberflächen ergänzt. Hierzu wurden von Frau Dr.-Ing. Ackerbauer zielführende Berechnungen zur Oberflächenfeuchteberechnung an einem instationären Rechenmodell zum gekoppelten Wärme- und Feuchtetransport durchgeführt und durch in der jeweiligen Komplexität gesteigerten Klein- und Großversuchen die Übereinstimmung des entwickelten Modells mit der Wirklichkeit nachgewiesen.

Mit Hilfe der Forschungsarbeit und die als Einzahlangabe „Oberflächenfeuchteintensität t‘w“ abgeleitete Bewertungsgröße eröffnet sich in Zukunft für die Fachwelt die Möglichkeit, die Gefährdung von Außenwandkonstruktion hinsichtlich des Risikos von mikrobiellem Bewuchs detaillierter zu bewerten. In fachlicher Hinsicht ist meiner Ansicht nach das vorgestellte Rechen- und Bewertungsmodell als wesentlicher Kernerfolg der vorgelegten Arbeit anzusehen, da nun die relevanten Einflussparameter und die erzielten Auswirkungen dezidiert in einer Berechnung abgebildet werden können.  Neben diesen in der Arbeit ausführlich und zur Nachvollziehbarkeit vorbildlich dokumentierten Fakten war gerade auch die von Frau Dr.-Ing. Ackerbauer gezeigte Einsatzfreude und Wissbegierde, Partnerschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft gekoppelt mit einem ausgeprägten Durchhaltevermögen auch bei schwierigen Fragestellungen eine ihrer wesentlichen Eigenschaften. 

Als Kollege und Oberingenieur am Institut für Bauphysik der Leibniz Universität Hannover und Mentor habe ich diese Eigenschaften auch bei anderen von und mit Frau Dr.-Ing. Ackerbauer bearbeiteten Aufgabenstellungen als sehr positiv wahrgenommen. 

Dr.-Ing. T. Richter

Verleihung des WTA-Preis 2020

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA) verleiht jährlich den WTA-Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Forschung und Praxis der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

Der diesjährige WTA-Preis wurde

                                                    Herrn Danny Linke B. Sc. Architektur

für seine Bachelorarbeit "Entwicklung der Brandprüfungen in Deutschland von 1879 bis 1925 zur brandschutztechnischen Beurteilung bestehender Bauteile"

verliehen.

Bild Brand

Laudatio

Bei der Arbeit von Herrn Linke handelt es sich um eine wissenschaftliche Abhandlung mit außerordentlichem Praxisbezug hinsichtlich der brandschutztechnischen Leistungsfähigkeit bestehender Bauteile im historischen Gebäudebestand, insbesondere bei Baudenkmalen.  
Die Aufgabenstellung ist dabei sowohl aus brandschutztechnischer als auch denkmalpflegerischer Sicht sinnvoll und von äußerst aktuellem Interesse. Die zeitliche Abgrenzung innerhalb der Aufgabenstellung zeugt von einer tiefen thematischen Auseinandersetzung und lässt sich mit der historischen Quellenlage begründen.

Der erfreulich kurze, aber dennoch vollkommen ausreichende einführende allgemeine Analyseteil zur Entwicklung baupolizeilicher Vorschriften leitet gekonnt in das Thema ein und führt konsequent zum Hauptteil der Arbeit.
Die Analyse historischer Brandprüfungen erfolgte detailliert und anhand nachzuvollziehender und ausführlich zitierter historischer Quellen. Sehr fleißig wurde dabei eine Vielzahl nur unübersichtlich veröffentlichter Brandprüfungsergebnisse zusammengetragen und diese der Fachwelt zur Diskussion gestellt.  
Die durchaus sehr unterschiedlichen Gewichtungen innerhalb der Gliederungspunkte im Hauptteil sind offensichtlich der verfügbaren konkreten Datengrundlage geschuldet und weisen zugleich jeweils auf einen weiteren Forschungsbedarf hin. Die Argumentation zur brandschutztechnischen Leistungsfähigkeit ausgewählter Bauteile ist deswegen noch lückenhaft; dennoch gelang es, sehr umfangreiche Ermittlungen zu den ausgewählten historischen Bauteilen vorzunehmen.  
Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die untersuchten Brandprüfungen von Eisenbetonbauten und die modellhaften Brand- und Rauchversuche in Linz und Wien der Jahre 1884/85 bzw. 1905 zur Bestimmung notwendiger Brandschutzmaßnahmen für Theaterbauten.

Die Ergebnisdiskussion im Kap. 5 spiegelt mit dem Bezug zur DIN 18009-1 den aktuellen Stand der Technik wider. Die festgestellten Korrelationen des Temperatur-Zeitverlaufs während der betrachteten Brandprüfungen vor der normativen Einführung der Einheits-Temperaturkurve in Deutschland zur vereinheitlichenden brandschutztechnischen Klassifikation von Bauteilen können zukünftig für eine ingenieurgemäße Bewertung bestehender Konstruktionen genutzt werden.  
Die Stärken der Arbeit liegen somit in der detaillierten und bereits auch ansatzweise systematischen Zusammenstellung historischer Brandprüfungsergebnisse im angegebenen Zeitraum, die bisher in dieser Form noch nicht verfügbar ist, sowie in der Beschreibung des Standes der Brandprüfungen in der zweiten Hälfte des 19. bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Prof. Dr.-Ing. Gerd Geburtig
Fachgebiet Brandschutz an der Bauhaus-Universität Weimar

Kurzbeschreibung

DIN-Normen, Bauordnungen und die allgemein anerkannten Regeln der Technik
Das Bedürfnis der immer stärkeren Standardisierung der Rechtssysteme und Regularien besonders im Bauwesen stellt Baubeteiligte wie Architekten, Bauherren, ausführende Unternehmen etc. vor immer größere Herausforderung. Abweichungen von "der Regel" müssen strengstens dokumentiert und analysiert werden. Dieser fast schon überdimensionierte Paragrafenwahn scheint zwar aus theoretischer Sicht sinnvoll als lenkende Hand bei aktuellen (Neu-}Bauprojekten, aber gerade bei Vorhaben an Bestandsgebäuden erweisen sich solche Vorschriften eher als Hindernis.
Der Brandschutz bedient dabei einen im Bestand - besonders im Denkmal - eher unbeliebten Teil, da hier geforderte Maßnahmen dem allgemeinen Verständnis nach massiv in die Charakteristik der Bauwerksstruktur eingreifen. Eine individuelle Betrachtung der Notwendigkeit solcher Änderungen kann dabei helfen, überbewertete Erfordernisse zu minimieren und so einen Konsens der Parteien herbeizuführen. Die Begründungen dieser Entscheidungen basieren dabei auf Erfahrung und Fachwissen des Brandschutzkonzepterstellers bzw. -Prüfers. Die 2016 herausgebrachte DIN 18009-1 trägt nun maßgeblich dazu bei, den historischen Bestand möglichst originalgetreu zu belassen, indem sie ingenieurmethodisch begründet von gegenwärtigen Anforderungen abweichen lässt. Diese wissenschaftliche Arbeit soll nun mit der normativen Grundlage als Anwendungsgebiet Erkenntnisse über die brandschutztechnische Beschaffenheit historischer Bauteile liefern.

Verleihung des WTA-Preis 2019

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA) verleiht jährlich den WTA-Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Forschung und Praxis der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

Anlässlich der WTA-Tage 2019 wurde der diesjährige WTA-Preis

                                                    Herrn Lukas Berner M.Sc.

für seine Masterarbeit "Sitterbrücke in Appenzell - Zustandsanalyse und Erhaltungsmassnahmen"

verliehen.

Laudatio

Die im Jahre 1971 erstellte Sitterbrücke ist Teil der Umfahrungsstrasse Appenzell. Die Spannweite beträgt rund 33 m und die Breite ca. 17 m. Die Stahl-betonkonstruktion besteht aus drei vorgespannten Längs­trägern, die mit der darüber liegenden Stahlbetonplatte monolithisch verbunden sind. Bei den Auflagern und in Feldmitte weist die Platten­balkenbrücke zusätzlich versteifende Querträger auf. Die Auflager­achsen sind in einem Winkel von rund 70° zur Brückenlängsachse schief angeordnet. Im Jahre 1991 wurden Abdichtung und Belag sowie ein Fahrbahnübergang ersetzt. Aktuell weist die Brücke bei den Widerlagern Schäden in der Stahlbetonsubstanz, bei den Längsträgern Feuchtig­keitsspuren und beim Geländer Korrosion auf.

Im Rahmen seiner Masterarbeit erarbeitete Herr Lukas Berner basierend auf einem Aktenstudium ein ausführliches Untersuchungs­programm, organisierte und koordinierte eigenständig die durch­zuführenden Untersuchungen und führte mehrere Zustandsmessungen selbständig durch. Mit den erhobenen Zustands-daten und einer ausführ­lichen Tragsicherheitsanalyse beurteilte er den aktuellen Zustand der Brücke. Sie weist unter anderem Defizite bei den Querkraftwider-ständen der Längsträger sowie eine hohe Chloridkontamination der Widerlager auf. Sämtliche Daten der Brücke wurden in einer BIM-Datei digital erfasst. In einer letzten Phase befasste sich Herr Berner mit dem Instandsetzungs- und Verstärkungsprojekt der Brücke. Durch eine optimierte Verkleinerung der Brückenbreite können die Verstärkungs­massnahmen auf Eingriffe zur Erhöhung des Querkraftwiderstandes reduziert werden. Weiter sind die Erneuerung von Entwässerung, Abdichtung, Belag, Fahrbahnübergänge, Lager und Beleuchtung sowie eine Instandsetzung der Widerlager vorgesehen. Die Massnahmen wurden sowohl bezüglich Kosten und Termine analysiert und bewertet.

Herr Lukas Berner hat eine ausführliche und sehr sorgfältig durch­geführte Masterthesis abgelegt. Dabei ist er sehr zielorientiert, effizient und selbständig vorgegangen. Die Arbeit erfüllt höchste Ansprüche und bestätigt die hohe Professionalität des Absolvierenden.

Prof. Felix Wenk
Hochschule für Technik Rapperswil

Verleihung des WTA-Preis 2018

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA) verleiht jährlich den WTA-Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Forschung und Praxis der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

 Anlässlich der WTA-Tage 2018 wurde der diesjährige WTA-Preis an das

                          Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V.

verliehen.

Die WTA International übergibt den Preis in Anerkennung und Würdigung  des außergewöhnlichen Engagements in der Ausbildung und in der beruflichen Wissensvermittlung von energieeffizienter und ressourcenschonender Sanierung von historischen Fachwerkbauten, in denen die Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung in äußerst gelungener Weise in die Praxis überführt werden.

Am 29. November 2002 wurde das Deutsche Fachwerkzentrum Quedlinburg in der UNESCO - Weltkulturerbestadt als Trägerverein der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Quedlinburg neu gegründet.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gestellt, den Ressourcen schonenden, energieeffizienten und energetischen Umgang mit historischer Fachwerksubstanz zu fördern und hierüber umweltbewusst und ökologisch Denkmäler zu schützen. Die Umsetzung dieses An-spruches geschieht über:

  • Einsatz traditioneller Handwerkstechniken
  • Größtmöglicher Erhalt der vorhandenen Substanz
  • Zweitverwendung von Baumaterialien
  • Einsatz ökologischer Materialien (u.a. Holz, Lehm, Stroh, Hanf)
  • Forschungsprojekte zu ökologischen Werkstoffen
  • Begleitmessungen
Verleihung 2018
Logo Fachwerkzentrum

Bauforschung

Ein Schwerpunkt des Deutschen Fachwerkzentrums Quedlinburg e.V. bildet die baugeschichtliche Untersuchung und Dokumentation bedeutender Baudenkmäler des Landes Sachsen-Anhalt.

Ziel der Forschung ist es, für denkmalrelevante Häuser eine Dokumentation anzulegen, welche die Geschichte eines Hauses - die ursprüngliche Konstruktion und spätere bauliche Veränderungen erfasst sowie Bauschäden und Nutzungsmängel diagnostiziert, um Verluste der historischen Bausubstanz in Folge von Sanierungsarbeiten zu reduzieren.

Einen Auszug aus den Bauforschungsprojekten der letzten Jahre finden Sie auf der Homepage des Fachwerkzentrums.

Bauforschung

Bauprojekte

In der Vereinigung des gesammelten Fachwissens aller beteiligter Fachplaner in der integrativen Planung, können für jeden Aspekt der Planung der Instandsetzungsmaßnahmen die individuell angepassten Lösungen gesucht und gefunden werden. Durch den Austausch von Fachwissen und die intensive Zusammenarbeit werden somit die am meisten Ressourcen schonenden, effizientesten, ökologischsten und am meisten denkmalgerechten Ergebnisse erarbeitet und umgesetzt.

Einen Auszug aus den Bauprojekten finden Sie auf der Homepage des Fachwerkzentrums.

Bauprojekte

Seminare

Die verschiedenen Angebote in den Seminaren sind ebenfalls seit langer Zeit fester Bestandteil der Bildungsaufgabe des Fachwerkzentrums. Die Seminar- und Qualifizierungsangebote eignen sich für Handwerker, Institutionen, Planer und Studenten, Lehrlinge, Jugendbauhüttler und Bundesfreiwillige und Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer. Weitere Informationen zu den Seminaren finden Sie auf der Homepage des Fachwerkzentrums.

Seminare

Integrativer Ort BauDENKMAL

Sharing Heritage - Sharing Work - Sharing Community

Das Fachwerkzentrum arbeitet seit über 15 Jahren an der nachhaltigen Restaurierung von Kulturbauten – als authentische Zeugnisse der europäischen gebauten Geschichte.

Die Praxisarbeiten und Seminare finden an national wertvollen Kulturgütern in Sachsen-Anhalt statt. Beispielhaft dafür steht u.a. der Bunte Hof in Osterwieck.
Weitere Projekte und Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Fachwerkzentrums.

Bunter Hof

Verleihung des WTA-Preis 2017

Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA) verleiht jährlich den WTA-Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Forschung und Praxis der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege.

Anlässlich der WTA-Tage 2017 wurde der diesjährige WTA-Preis

             Frau ir. Lida Barou für ihre Masterarbeit "Transparent Restoration"

verliehen.

In einer Kurzpräsentation stellte Frau Barou die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor.
Die vollständige Arbeit wurde auf den Seiten der TU Delft veröffentlicht.


Abstract

This research investigates the application of structural glass in restoration and conservation practices in order to highlight and safeguard our built heritage; a distinguishable, yet discreet approach. Current restoration treatments with traditional materials bear the risk of conjecture between original and new elements, while the ambition to enhance the structural integrity of the endangered structures, often results in visually invasive and irreversible solutions that can impair the authentic image of the monuments. In this context, glass could be the answer to this on-going debate between restoring and preserving, a promising restoration solution able, on the one hand to consolidate the historic buildings and on the other hand to reveal their stratification. The transparency of glass enables the simultaneous perception of both the original and ruinous state of the monument, giving a material and immaterial appearance that relates the structure to both the past and the present setting.

As a case study, the research focuses on the design of a novel glass addition in the degraded façade of an old tower in Greece. The innovative contribution of this restoration approach lies in the development of a completely reversible system, complying with the conservation guidelines suggested by the Venice Charter. To avoid any permanent bonding between the two structures, dry connections are proposed between glass and the historic matter. Solid cast glass units are suggested, in respect to the existing construction technique and aesthetics of the original limestone masonry, to reinforce the monument by replacing the missing parts. To ensure the overall stability of the façade, the cast glass units follow an interlocking geometry sparing the necessity of permanent, adhesive connections. Moreover, the high stiffness and compressive strength of glass result in a lightweight glass wall of minimal thickness that ensures the desired structural consolidation without burdening the monument.

Different interlocking systems have been explored to conclude to the optimum shape. As a proof of concept, the interlocking units have been cast in the TU Delft Lab and a small prototype has been made. The aesthetic value of this solid cast glass interlocking masonry is articulated with glass elements resembling to the original stone texture, while at the same time allowing for the perception of the surroundings. To evaluate the degree of cooperation of the units, testing in shear has been performed, manifesting the potential of the system as a compatible and elegant design tool for the preservation of our heritage.

Lida Barou
Verleihung 2
Vortrag 1
Vortrag 2
X

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